Wenn der Stress der Vorweihnachtszeitt abklingt, die Weihnachtsbesuche abgeschlossen, die Kontakte erneuert sind... Dann beginnt die Zeit zwischen den Jahren! Eine gefüllte Zeit - dadurch gekennzeichnet, dass sie mit viel freier, nicht geplanter Zeit gefüllt ist.
Zwischen den Jahren, im ZWISCHEN eines vergangenen und eines noch nicht begonnenen Jahres... Da passt viel Zeit hinein, schier unerschöpflich, nie endend. Eine Zeitabschnitt ohne Kalender und ohne Uhr - bis eines Nachts plötzlich ein Feuerwerk abgeht und tausend Glocken ein neues Jahr einläuten.
Hier darf und soll man Aufatmen, innehalten, zurückblicken und nach vorne schauen.
Dienstag, 27. Dezember 2011
Samstag, 17. Dezember 2011
Leben und Lernen in Beziehung
Manchemal ist es ja besser, nix zu sagen. Aber manchmal plappert man los, etwa wenn man dem anderen etwas Nettes sagen will. So verriet ich neulich, dass ich ein Buch gelesen habe. Das tut ja nix zur Sache, der Kontext und die Gesprächsteilnehmer waren schlecht gewählt. Denn gerade ging ees um den Inhalt des Jahrbuches vom mbs und die Gesprächsteilnehmer waren Kollegen. Als ich die Gefahr, jetzt eine Rezension über ein Buch schreiben musste erkannte, wiegelte ich erst einmal ab: Ich bin ja nicht wirklich vom Fach, kenne die aktuelle Forschung nicht so gut und das Buch hat es verdient, wenn ein kompetenter Autor es rezensiert. Das klappt normalerweise immer, man lobt das Buch, stellt sich dumm und ist die Arbeit los.
Normalerweise ist aber nicht immer, und so etwas ist eben vom Kontext und den Menschen, mit denen man gerade redet, abhängig. In diesem Falle fand Tobias es nicht verkehrt, wenn ich das Buch im Jahrbuch rezensiere. (Besser ich als keiner?) Oh Mann. Ein Buch gelesen haben und es rezensieren sind ja zwei Dinge. Aber wenn der andere diesen Gefallen möchte, dann wäre doch ein Schuft, der es nicht täte. Also schreibe ich noch eine Rezension. Und beweise damit, dass Tobias in seinem Buch recht hat. Wir verhalten uns zueinander, leben nicht unabhängig von anderen, sind auf andere bezogen, wirken auf andere zurück und werden durch und mit andren zur Identität.
Ach ja: Das Buch, um das es ging hat Tobias Künkler im Frühjahr als Dissertation "Lernen in Beziehung" veröffentlicht. Ich begann es gegen Ende des Studienjahres zu lesen.
Normalerweise ist aber nicht immer, und so etwas ist eben vom Kontext und den Menschen, mit denen man gerade redet, abhängig. In diesem Falle fand Tobias es nicht verkehrt, wenn ich das Buch im Jahrbuch rezensiere. (Besser ich als keiner?) Oh Mann. Ein Buch gelesen haben und es rezensieren sind ja zwei Dinge. Aber wenn der andere diesen Gefallen möchte, dann wäre doch ein Schuft, der es nicht täte. Also schreibe ich noch eine Rezension. Und beweise damit, dass Tobias in seinem Buch recht hat. Wir verhalten uns zueinander, leben nicht unabhängig von anderen, sind auf andere bezogen, wirken auf andere zurück und werden durch und mit andren zur Identität.
Ach ja: Das Buch, um das es ging hat Tobias Künkler im Frühjahr als Dissertation "Lernen in Beziehung" veröffentlicht. Ich begann es gegen Ende des Studienjahres zu lesen.
Mittwoch, 14. Dezember 2011
Germanen
Sie lebten zwischen den Kelten im Westen des Rheins und den Skythen im Osten des Don, Griechen und später Römer bezeichneten sie als Germanen. Sie siedelten in Mitteleuropa (Dänemark und Norddeutschland) und Südskandinavien, langsam breiteten sie sich seit Mitte des 2. Jahrtausends nach Süden aus. Für die Griechen wie die Römer waren sie Barbaren (grch. barbaroi), also Leute, die kein verständliches Griechisch sprechen konnten. Die Römer übernahmen den Ausdruck für die Völker, die keine grch.-röm. Bildung hatten. Sobald man sich Bildung aneignete, fiel die Bezeichnung weg.
Mit Caesars Eroberung Galliens treten die Germanen um 50 v. Chr. ins Blickfeld der Römer als die Völker, die jenseits des Rheins lebten und nicht zu den Galliern zählten. Heute nehmen Forscher aufgrund archäologischer Funde allerdings an, dass sowohl westlich des Rheines Germanen lebten wie östlich davon Kelten.
Sprachlich zählen die germanischen Sprachen zum Indoeuropäischen Sprachraum, zu dem neben dem Griechischen und Lateinischen auch das Keltische zählt. Da eine Schrift erst mit den ersten Runen im 2. Jh. n. Chr. einsetzt, haben wir kaum germanische Quellen. Erst mit dem Wirken Wulfilas (311-383) entsteht eine Schriftsprache, als dieser die Bibel ins Gotische übersetzt und dafür eine Schrift entwickelt.
Zuvor sind wir vor allem auf Caesars und Tacitus' Berichte angewiesen, die anhand von archäologischen Spuren überprüft werden. Meist wohnten sie in kleinen Siedlungen von maximal 200 Menschen, die Siedlungen erscheinen spontan gebaut, daher spricht man von "Haufendörfern": Die Grundstücke sind unterschiedlich geformt, die Höfe haben eine sehr verschiedene Größe. Die Häuser werden als Fachwerkbauten ausgeführt, Steinhäuser gibt es zunächst nicht. Die Häuser sind rund 8 m breit und doppelt so lang.Unter seinem Dach leben die Familie samt allen Mitarbeitern und das Vieh, getrennt durch eine Wand.Durch das Vieh wurde das Haus im Winter mit geheizt. Im Wohnbereich fand sich eine Feuerstelle, der Rauch zog durch eine Öffnung im Dach ab.
Meist warn sie sesshafte Bauern, zu den wenigen Handwerkern zählten Schmiede, Tischler und Töpfer. Geld kannte man nicht, zum Handeln tauschte man Naturalien.
Mit Caesars Eroberung Galliens treten die Germanen um 50 v. Chr. ins Blickfeld der Römer als die Völker, die jenseits des Rheins lebten und nicht zu den Galliern zählten. Heute nehmen Forscher aufgrund archäologischer Funde allerdings an, dass sowohl westlich des Rheines Germanen lebten wie östlich davon Kelten.
Sprachlich zählen die germanischen Sprachen zum Indoeuropäischen Sprachraum, zu dem neben dem Griechischen und Lateinischen auch das Keltische zählt. Da eine Schrift erst mit den ersten Runen im 2. Jh. n. Chr. einsetzt, haben wir kaum germanische Quellen. Erst mit dem Wirken Wulfilas (311-383) entsteht eine Schriftsprache, als dieser die Bibel ins Gotische übersetzt und dafür eine Schrift entwickelt.
Zuvor sind wir vor allem auf Caesars und Tacitus' Berichte angewiesen, die anhand von archäologischen Spuren überprüft werden. Meist wohnten sie in kleinen Siedlungen von maximal 200 Menschen, die Siedlungen erscheinen spontan gebaut, daher spricht man von "Haufendörfern": Die Grundstücke sind unterschiedlich geformt, die Höfe haben eine sehr verschiedene Größe. Die Häuser werden als Fachwerkbauten ausgeführt, Steinhäuser gibt es zunächst nicht. Die Häuser sind rund 8 m breit und doppelt so lang.Unter seinem Dach leben die Familie samt allen Mitarbeitern und das Vieh, getrennt durch eine Wand.Durch das Vieh wurde das Haus im Winter mit geheizt. Im Wohnbereich fand sich eine Feuerstelle, der Rauch zog durch eine Öffnung im Dach ab.
Meist warn sie sesshafte Bauern, zu den wenigen Handwerkern zählten Schmiede, Tischler und Töpfer. Geld kannte man nicht, zum Handeln tauschte man Naturalien.
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